AWO: Familien brauchen Kita-Plätze
Schluss mit der Endlosdiskussion um das Betreuungsgeld
Hannover. "Die AWO fordert die Bundeskanzlerin auf, dieses peinliche Theater und unwürdige Geschacher um das Betreuungsgeld endlich zu beenden und das Gesetzesvorhaben zu stoppen", kommentiert Axel Plaue, der Vorsitzende des AWO Bezirksverbandes Hannover e.V. die täglich neuen Vorschläge zur Umsetzung des Betreuungsgeldes. Die Vorschläge seien allesamt nicht durchdacht und zeigten dadurch nur, dass das gesamte Vorhaben eine Schnapsidee sei. "Es geht hier nur noch um Machtgezänk. Im Interesse der Familien ist das nicht: Familien brauchen Kita-Plätze und keine Endlosdiskussion um ein Betreuungsgeld", fordert Plaue.
Der AWO Vorsitzende hält die gesamte Idee des zu recht als "Herdprämie" betitelten Betreuungsgeldes für absolut überflüssig: "Seit wann gibt es Geld dafür, dass man ein öffentliches Angebot nicht nutzt?". Abgesehen davon sollte sich Frau Merkel die Blamage ersparen, dass erst das Bundesverfassungsgericht das Gesetz kippt.
"Wir sollten jetzt alle Energien und alle möglichen Mittel in den Ausbau der Kinderbetreuung stecken", fordert Plaue. Hier gilt es, ab August 2013 einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf die Betreuung von Kindern, die das erste Lebensjahr vollendet haben, zu gewährleisten. "Mit der Umsetzung des Rechtsanspruches hat die Regierung genug zu tun. Der sollte oberste Priorität haben", fordert Plaue abschließend.

