Die AWO stellt ein spezielles Bildungsförderungsprojekt für Kinder und junge Migranten ein
Hildesheim. Das Integrations- und Bildungsförderungsprojekt für Kinder und junge Migranten des Kreisverbands Arbeiterwohlfahrt Hildesheim-Alfeld (Leine)e.V. ist nach einem erfolgreichen Jahr beendet worden, da aufgrund einer sehr hohen Zahl von bundesweiten Projekten das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge diese finanzielle Förderung aus dem EU-Integrationsfonds einstellen mußte.
An fünf Nachmittagen in der Woche bot das Projekt Förderunterricht und Deutsch- Sprachkurse für Migrantenkinder und junge Migranten an, um die schulischen Defizite zu minimieren. Die Lehrinhalte der Grundschüler bestanden aus spielerischen Methoden wie zum Beispiel Lernen mit pädagogisch geprüften Sprachspielen sowie Lesen, Nacherzählen oder Nachspielen von Kindertexten. So sollte den Grundschülern Spaß am Lernen vermittelt werden. Für die Schüler von der 5. bis zur 9. Klasse, sowie bei den 10. Klässlern bestanden die Lehrinhalte aus Vokabeltraining, Grammatikübungen sowie Lesen von Büchern, mit dem Ziel, den deutschen Wortschatz der Kinder zu erweitern sowie den Satzbau und den Wortgebrauch zu verbessern.
Bei Bedarf wurde auch Einzelunterricht erteilt oder einzelne Kinder bei der Psychologischen Beratung begleitet.
„Wir arbeiteten mit verschiedenen Schulen zusammen und versuchten, die Elternarbeit durch die Einbindung in das Schulsystem, sowie die Einbindung in verschiedene Migrationsorganisationen zu fördern. Dies geschah durch regelmäßige Elternabende mittels Dolmetscher und unseren erfahrenen Pädagogen“, berichtet Friedhelm Hallmann. Der AWO Kreisverband hat auf weitere Antragstellung verzichtet, weil eine Mitfinanzierung dieser Projekte angesichts der Haushaltslage der Kommunen aussichtslos ist.
Insgesamt waren 54 Kinder und Jugendliche mit gesichertem Aufenthaltsstatus bei uns angemeldet, wovon die meisten Kinder aus der Türkei kamen. Die AWO betreute aber auch Migrantenkinder aus dem Irak, Gambia und dem Kosovo, Persien, dem Libanon und der Ukraine sowie Kinder aus Russland und Sierra Leone. Hauptsächlich waren es Kinder aus Grund- und Hauptschulen sowie einige Kinder von der Realschule und manche vom Gymnasium, die Deutsch Sprachkurse und den Förderunterricht nutzten. Außerdem betreuten die AWO 35 weitere Migranten durch eine Perspektivberatung und Eltern in Schulangelegenheiten durch Dolmetscherdienste.
