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Entstehung und Entwicklung - Ziele bis 1971

 

Ehrenamtliche soziale Arbeit der AWO in Bad Salzdetfurth. Wir gehen mit der Zeit und stellen uns neuen Anforderungen!

 

Das Bürgerengagement in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat viele Gesichter, deren Vielfalt sich vor allem in den Aktivitäten, vorwiegend im lokalen Raum, zeigt. Sie umfassen ein breites Spektrum von Lebenslagen, Interessen, Nöten und sozialen Bedürfnissen in der Gesellschaft. Traditionelle Leitbilder des Helfens haben ebenso ihren Platz wie selbstbezogene Engagement-Motive.

 

Ein besonderes Beispiel hierfür bietet die AWO Bad Salzdetfurth.

 

Im Jahre 1919 wurde die Arbeiterwohlfahrt vom Parteivorstand der SPD als eine "soziale Selbsthilfeorganisation der Arbeiter" gegründet. Bereits 1920 wurde die AWO im heutigen Landkreis Hildesheim ins Leben gerufen.

 

Während das bürgerlich-karitative Fürsorgeverständnis noch immer von persönlicher Minderwertigkeit und Schuld des Einzelnen als Ursache seiner Armut und Hilfebedürftigkeit ausging, lebten die Initiatoren der AWO in der tiefen Überzeugung, dass soziale Fürsorge eine grundsätzliche Aufgabe von Staat und Gesellschaft sei, die nicht nach persönlichem Versagen zu fragen habe.

 

Nicht Almosen gewähren, sondern Rechte sichern, war der Kern gesellschaftspolitischer Forderungen der Frauen und Männer in der deutschen Sozialdemokratie. Diese Auffassung sollte über einen Modernisierungsprozess der kommunalen Wohlfahrtspflege Eingang finden in die allgemeine Sozialgesetzgebung. Armut sollte überwunden und Armenpflege dadurch letztendlich überflüssig werden. Solidarität als wechselseitige Abhängigkeit in der Hilfe mit dem Ziel gemeinsamer Stärke gehört zu den großen kulturellen Leistungen der Arbeiterbewegung.

 

Sie setzt die prinzipielle Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbsthilfe voraus und hat in diesem Sinne die Kultur des Helfens in der Arbeiterwohlfahrt entscheidend geprägt.

 

Die AWO der ersten Jahre war fest in der Hand sozialdemokratischer Frauen. Marie Juchacz wurde in Berlin ehrenamtliche Erste Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Deutschland. In Bad Salzdetfurth war es Lina Kaiser, die 1928 die AWO mit gründete. Aus der Not heraus wurden "von unten" soziale Dienste und auch bald Einrichtungen vor Ort geschaffen, insbesondere

    im Winter Wärmestuben für Frierende
    Suppenküchen für Hungernde
    Nähstuben und später auch Nähschulen für Frauen und arbeitslose Mädchen
    Kindererholung
    Schulungen für ehrenamtliche Kräfte und für die in der kommunalen Sozialarbeit Tätigen.

 

Die ehrenamtlich organisierte Hilfe erleichterte die Haus- und Familienarbeit in der Bergwerksstadt Bad Salzdetfurth, die aufgrund der materiellen Not individuell nicht mehr zu bewältigen war.

 

Anfangs plante die AWO überhaupt keine eigenen sozialen Dienste und Einrichtungen, weil ihre damalige politische Auffassung dahin ging, vor allem die kommunale soziale Arbeit voranzubringen und im sozial-demokratischen Sinne zu beeinflussen. Praktische soziale Arbeit durch Wohlfahrtsverbände wurde nur für gewisse Problemgruppen, wie Alkoholiker, Obdachlose, "Krüppel" etc. akzeptiert. Diese anfängliche Enthaltsamkeit ist angesichts der unübersehbaren Notlagen rasch aufgegeben worden und hat das bis heute wirksame Selbstverständnis der AWO geprägt. Denn die AWO verfolgte eine Doppelstrategie, indem sie sowohl sozialpolitisch als auch sozialarbeiterisch tätig wurde.

 

1933 wurde die AWO von den Nationalsozialisten verboten. Mitglieder der AWO wurden verfolgt und in Konzentrationslagern interniert.

 

1945 nach dem 2. Weltkrieg begann der Aufbau ehrenamtlicher Arbeit ähnlich wie 1919.

 

In Bad Salzdetfurth wurden auch jetzt Hilfe und Unterstützung ehrenamtlich "von unten" organisiert. Namentlich sind Hans Kothe aus Wesseln, Fritz Mahnkopp aus Östrum, Karl Kuhlmann aus Lechstedt, Franz Eldagsen aus Klein Düngen, Heinrich Germers aus Groß Düngen, Paul Wahle aus Detfurth, Thea Pape aus Bodenburg und Fritz Rienecker und Lina Kaiser aus Bad Salzdetfurth zu nennen. Von 1954 - 1971 engagierten sich Elfriede Schön und Olga Weule für die AWO in Bad Salzdetfurth.

 

Soziale Arbeit wird vor Ort durch Neuwahl des Vorstandes neu organisiert

 

1971 wurde die soziale Arbeit in Bad Salzdetfurth umstrukturiert. Erste Vorsitzende ist seitdem Marlene Kahrmann. Schwerpunkte der "neuen" sozialen Arbeit an der Lamme waren die Senioren- und die Jugendarbeit.

 

Um auf die soziale Arbeit aufmerksam zu machen wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Wohltätigkeitsveranstaltungen im Kurpark an der Lamme unter Mitwirkung von Bad Salzdetfurther Vereinen und Verbänden durchgeführt.

 

Der Erlös der bislang 18 Veranstaltungen kam der sozialen Arbeit vor Ort zugute. So diente 1991 der Reinerlös von 3.372 DM (ca. 1724 EUR) dem Ausbau des Kinderspielplatzes im Bürgerpark.

 

Gerade die älteren Mitbürger wünschten sich einen festen Treffpunkt. Nach einem Jahr gab es im städtischen Sport- und Jugendheim die erste Seniorenbegegnung. Doch der dezentrale Treff auf dem Berg war für die Senioren nicht gut zu erreichen. Mit Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Adolf Stoffregen und der Stadt Bad Salzdetfurth hatte die AWO das Haus des ehemaligen städtischen Kindergartens in der Göttingstraße zur Begegnungsstätte umgestaltet. Viele Mitglieder packten kräftig mit an. Einweihung wurde 1974 gefeiert.

 

Anfang der achtziger Jahre wurde der Raumbedarf immer größer. In die Begegnungsstätte zog es immer mehr Menschen. 1986 erfolgte eine umfangreiche Erweiterung. Bis zu 7 Veranstaltungen in der Woche wurden in der offenen Altenhilfe angeboten. Die Ziele sind, die dritte Lebensphase sinnvoll zu gestalten, die Senioren zu motivieren, durch verschiedene Angebote zu informieren und zu aktivieren.

 

Die AWO Bad Salzdetfurth erreicht dies durch folgende Aktivitäten:
    Krankengymnastik
    Tanztraining
    Handarbeiten und Basteln
    Spielnachmittage
    Ausrichten von Basaren
    Theatergruppe
    Kegelnachmittage
    gemütliche Beisammensein
    Wanderungen
    Diavorträge
    Filmvorführungen
    Fachvorträge
    Informationsveranstaltungen
    musische Nachmittage mit der schon 1977 ins Leben gerufenen AWO-Musikgruppe.

 

Viele dieser Veranstaltungen werden von den Senioren selbst gestaltet. Hilfe zur Selbsthilfe ist auch hier das Motto der Organisatoren.

 

Ein vielfältiges Angebot von Fahrten bis zu 20tägiger Dauer im In- und Ausland wird durchgeführt. Bei Auslandsfahrten hat die Partnerstadt Benicasim in Spanien einen besonderen Stellenwert. Seit 1975 haben über 1.000 Erwachsene an diesen internationalen Begegnungen teilgenommen.

 

Das Sammeln von Spenden begleitet die Arbeit des AWO Ortsvereins. Lebensmittelpakete für notleidende Familien und Senioren in Russland wurden in den Räumen des Ortsvereins gepackt, Medikamente für Kinderheime und Kliniken in Rumänien sortiert und für Hilfstransporte vorbereitet. Jährlich werden Kinderkleidung, Babynahrung, Kinderwagen und Spielzeuge für das Kinderhaus der AWO im Durchgangslager Friedland gesammelt. Die Landessammlung mit Genehmigung des Niedersächsischen Innenministeriums bringt dringend benötigte Finanzmittel in die Kasse der AWO - auch für überörtliche Aufgaben wie die Hilfen für Krebskranke, Alkoholkranke oder Mütter in Not.

Die alljährliche Faschingsfeier im Kursaal des Traditionshauses "Kaiserhof" gehört zu den geselligen Höhepunkten des Jahresprogramms. Alle Gruppen gestalten ein unterhaltsames fröhliches Programm. Mehrere 100 Narren feiern alljährlich hier diesen zur Tradition gewordenen AWO-Karneval.

 

Neue Wege geht die AWO Bad Salzdetfurth auch mit dem Projekt "AWO und Kirche". Gemeinsam mit den Kirchen werden interessante Veranstaltungen als Ergänzung des AWO-Angebotes für die Senioren vorbereitet.

 

Die Arbeit mit den Senioren entwickelt sich stetig weiter, so haben freiwillige Mitarbeiterinnen im Jahr 2000 den Partnerbesuchsdienst ins Leben gerufen. Älteren und einsamen Menschen, die Kontakt suchen, bietet der Partnerbesuchsdienst Zeit zum Zuhören, Reden oder Vorlesen, begleitet bei Behördengängen oder Arztbesuchen, hilft beim Ausfüllen von Formularen oder unternimmt gemeinsame Spaziergänge mit den Senioren.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der AWO Bad Salzdetfurth ist die Jugendarbeit. Kreative Angebote in allen Schulferien gehören zum Programm des Ortsvereins. Malwettbewerbe, Basteln von kleinen Geschenken, Fahrten, Nachtwanderungen, Spielnachmittage, Theater-AG, Campen und Hüttenabende werden von ehrenamtlichen Betreuern durchgeführt.

Seit 1975 finden Jugendfreizeiten in der Partnerstadt Benicasim an der Küste der Orangenblüte statt. Mehr als 4.000 Jugendliche haben an diesen internationalen Begegnungen teilgenommen.

 

Im Jahr 2000 ist es gelungen, durch Sponsoren ein 9-sitziges Sozialmobil anzuschaffen. Dank dieses Fahrzeugs können nun noch mehr ältere Mitbürger an den AWO-Angeboten teilnehmen, denn interessierte gehbehinderte Menschen können nun von zu Hause abgeholt und nach Ende der AWO-Veranstaltung wieder zurückgebracht werden. Auch dieser Fahrdienst wird von ehrenamtlichen Kräften der AWO geleistet. Dieses Fahrzeug steht allen Verbänden und Vereinen in Bad Salzdetfurth zur Verfügung.

Außer für die Senioren bildet die AWO-Begegnungsstätte auch das Ziel für verschiedene Selbsthilfegruppen, die sich aus gemeinsamer Betroffenheit heraus gegründet haben. Genannt seien hier die AWO-Selbsthilfegruppe der Krebsbetroffenen. Die psychosoziale Beratungsstelle für Krebskranke begleitet die Selbsthilfegruppe durch Sprechstunden, Hausbesuche und Informationsveranstaltungen.

 

In Bad Salzdetfurth treffen sich mehrere Selbsthilfegruppen für Suchtkranke und Medikamentenabhängige. Begleitet werden sie durch die AWO-Kontaktstelle für Suchtkranke und ihre Angehörigen. Die regelmäßigen Sprechstunden für die Selbsthilfegruppen und Rat- und Hilfesuchenden werden von den Sozialarbeiterinnen des AWO-Kreisverbandes Hildesheim-Alfeld (Leine) e.V. angeboten.

 

Eine ganz besondere Aufgabe sieht die AWO in der Fortbildung und in der Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Durch intensive Schulung, die in Zusammenarbeit mit Erwachsenenbildungsträgern organisiert wird, sieht die AWO eine Chance, Grundprinzipien "moderner Sozialarbeit" zu verwirklichen.

Die ehrenamtliche Arbeit von vielen überwiegend weiblichen Helfern wird damals wie heute von großem Idealismus und Optimismus begleitet.

Selbstverständlich hat die AWO dafür gesorgt, dass die Ehrenamtlichen, die wertvolle Grundlage ihrer sozialen Arbeit, auch während ihres Engagements versichert sind.


Aus der laufenden Arbeit heraus hat sich in der Kur- und Bergwerksstadt ein großer Bedarf an Beratung für Erholungssuchende und Kurbedürftige ergeben. In Zusammenarbeit mit dem AWO-Kurberatungszentrum Hildesheim finden seit Mai 2002 regelmäßige Sprechstunden statt.

 

Die erste Sozialstation im Landkreis Hildesheim nahm am 1. September 1977 ihre Arbeit in der Stadt Bad Salzdetfurth auf. Gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband Hildesheim-Marienburg übernahm der AWO-Kreisverband die Trägerschaft für diese soziale Einrichtung der ambulanten Kranken-, Alten- und Familienpflege. Hilfebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen wird im Rahmen ihres beschwerlichen Alltags qualifizierte Hilfe, fachlicher Rat und menschlicher Zuspruch gegeben.

Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter. Viele von ihnen benötigen dann Pflege und Unterstützung im Haushalt, Betreuung und ergänzende Hilfen wie Essen auf Rädern, Fußpflege oder Beratung bei der Hilfsmittelversorgung. Bei allen besteht der Wunsch, möglichst bis zum Tod in der eigenen Wohnung oder bei Angehörigen leben zu können.

In der Stadt Bad Salzdetfurth sichert die Sozialstation neben privaten Pflegediensten eine flächendeckende Versorgung. 1989 wurde das Einzugsgebiet der Sozialstation um die Gemeinde Diekholzen erweitert.

 

Jüngste Entwicklungen seit dem Jahr 2000

 

Seit dem Jahr 2000 hat der AWO-Kreisverband Hildesheim-Alfeld (Leine) e.V. die alleinige Trägerschaft für die Sozialstation Bad Salzdetfurth-Diekholzen übernommen. Am 1.9.2002 würdigte der Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales, Heinz Hermann Witte, gemeinsam mit Vertretern der Kommunen die Arbeit der Sozialstation.

 

Der tägliche Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Begegnungsstätte, in den Selbsthilfegruppen, in den Sprechstunden der Beratungsstellen sorgt dafür, dass die AWO ihr Angebot den aktuellen Anforderungen anpasst und neue Ideen entwickelt und ausbaut . So wurde im Herbst 2000 ein Mobiler Sozialer Hilfsdienst (MSHD) an die AWO-Sozialstation angegliedert. Er bietet älteren, behinderten oder allein lebenden Menschen Hilfestellung für eine selbständige und unabhängige Lebensführung an.

Engagement in der Kommune und Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Vereinen gehören zum Selbstverständnis des AWO-Vorstandes in Bad Salzdetfurth. Diese ehrenamtliche Tätigkeit beruht in der AWO auf der Idee einer lebendigen Bürgergesellschaft, in der das Bedürfnis des Einzelnen auf Anerkennung und Selbstverwirklichung und seine Verantwortung für die Gemeinschaft einen Ausgleich finden können.

 

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der AWO gestalten mit viel Liebe und Sorgfalt die traditionelle "Friesenstube" mit friesischen Spezialitäten auf dem Altstadtfest an der Lamme. Hier ist die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre die Menschen für das Anliegen und die Ideen eines modernen Wohlfahrtsverbandes zu interessieren. Eine besondere Ehrung erfuhr das AWO-Friesenstuben-Team vor einigen Jahren durch den Besuch des damaligen Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Gerhard Schröder.

Der AWO-Kreisverband ist Mitglied im Fachverband AWO International. Internationale humanitäre Hilfe findet immer mehr Eingang in die soziale Arbeit vor Ort. Der Ortsverein beteiligte sich aktiv an verschiedenen Hilfsaktionen. So hat die AWO Bad Salzdetfurth notleidenden Kindern in Rumänien geholfen, war aktiv für Kriegskinder in Mostar und half hochwassergeschädigten Kindern im polnischen Oder-Neiße-Gebiet. Geholfen werden konnte Flüchtlingskindern in Albanien, Kosovo, Mazedonien und Afghanistan. Hilfeaufrufe gab es auch für die Betroffenen der großen Flut im August 2002 in Deutschland.

 

Im Rahmen der Völkerverständigung ist aus der Arbeit des Ortsvereins ein wichtiger Beitrag für die Städtepartnerschaft der Stadt Bad Salzdetfurth mit der spanischen Stadt Benicassim erwachsen. 1986 wurde die offizielle Städtepartnerschaft besiegelt. Als besondere Attraktion zu Jubiläumsfeiern erschien eine Gruppe „ Mauren“ (in typischen Kostümen) an der Lamme.

Auch bei der Weltausstellung "EXPO" halfen die Verantwortlichen der AWO mit, besondere kulturelle Beiträge der Spanier in Hannover und ein Besuchsprogramm in Bad Salzdetfurth zu organisieren.

Manchmal fallen Freud und Leid zusammen. Bei einem großen Familienfest im Kurpark in Bad Salzdetfurth gab es ein Gastspiel des großen Bergmannsorchesters der Kohlengruben Makoschau aus Zabrze in Polen. Dirigent Heinz Mandrycz nahm spontan seinen Bergmannshut und sammelte gemeinsam mit der Schirmherrin Ingrid Baule und dem stellvertretenden AWO-Bundesvorsitzenden Wilhelm Schmidt Spenden für Erdbebenopfer in der Türkei ein.
 

In regelmäßigen Abständen bietet die schönste Spielstadt Niedersachsens den Kindern rund um Bad Salzdetfurth die Gelegenheit, sich richtig auszutoben. Diese Feste nutzt der Ortsverein, um für seine Arbeit und die mittlerweile vielen Einrichtungen der AWO im Stadtgebiet zu werben.
 

So gibt es einen Kindergarten in der Kernstadt und einen in der Ortschaft Breinum in der Trägerschaft des AWO-Bezirksverbandes Hannover. Außerdem gibt es in Bad Salzdetfurth das AWO-Sprachheilheim in der Trägerschaft des Bezirksverbandes Weser-Ems.
 

Wichtig für rat- und hilfesuchende Bürgerinnen und Bürger der Stadt ist die wöchentliche Sozialberatung des AWO-Ortsvereins. Möglichst unbürokratisch wird versucht, den Problemen zu begegnen und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
 

Viele ehrenamtliche Mitarbeiter haben für ihren persönlichen Einsatz ein besonderes Dankeschön erhalten:

Vier Mitglieder der AWO Bad Salzdetfurth haben Beispielhaftes für den Wohlfahrtsverband in Deutschland geleistet und sind mit der Verdienstmedaille der AWO ausgezeichnet worden:
    das Ehrenmitglied Paul Soltau,
    die langjährige Organisatorin der Begegnungsstätte Ursula Schiller
    die zweite Vorsitzende Ursula Kreye, auch langjährige Leiterin der Sozialstation
    Marlene Kahrmann als Initiatorin der modernen Sozialarbeit der AWO in Bad Salzdetfurth.
 

Marlene Kahrmann trägt als stellvertretende Kreisvorsitzende Verantwortung über den Ortsverein hinaus und immer wieder neue Ideen in den Verband hinein. Als Delegierte auf den Bundeskonferenzen der AWO konnte sie sich erfolgreich für einen Familienbeitrag und die Einführung einer zentralen Mitglieder- und Adressverwaltung einsetzen.

Immer wieder setzen sich Verantwortungsträger des Verbandes ein, um in der Kommunalpolitik auf die Gestaltung des sozialen Lebensraums Einfluss zu nehmen. Als Anwältin der sozial Schwächeren und für ihr Engagement über den Verband hinaus ist Marlene Kahrmann mit dem Niedersächsischen Verdienstorden ausgezeichnet worden.

Angewiesen bei der Übernahme von Verantwortung ist die AWO auch auf Mitgliedsbeiträge, Spenden und Fördergelder der öffentlichen Hand. In Zeiten knapper Kassen multiplizieren sich die oftmals geringen Mittel der Kommune durch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer um ein Vielfaches. So gilt es für die Verantwortlichen mit Öffentlichkeitsarbeit und offenen Gesprächen die finanzielle Grundlage sozialer Arbeit abzusichern. Droht diese entzogen zu werden, schmälern sich die Perspektiven der sozialen Arbeit "vor Ort".

Viele wichtige Aufgaben können mittlerweile nur durch feste Sponsoren abgesichert werden. Einen wichtigen Beitrag für die Senioren-, Jugendarbeit und die Hilfe für krebskranke Menschen bildet die von den verstorbenen Eheleuten Else und Paul Soltau eingerichtete Stiftung.

Aufgrund des großen Angebotes für alle Bürger wurde im Jahre 2001 aus der Begegnungsstätte das Soziale Zentrum der AWO.Salzdetfurth . Das Soziale Zentrum bietet viele Möglichkeiten und Räumlichkeiten für Alt und Jung, für Familien und für den eigenen Verband.
 

Seit dem Jahre 2010 bieten das Seniorenservice Büro Hildesheim und der Pflegestützpunkt Alfeld an jedem 2. Dienstag im Monat in der Zeit von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr im Sozialen Zentrum ihre Sprechstunden an (parallel zum Frauenfrühstück).
 

Die AWO Bad Salzdetfurth stellt sich den aktuellen Problemen unserer Gesellschaft. Jederzeit können Interessierte Auskunft über die Angebote des Ortsvereins erhalten. Mit der eigenen Internetpräsenz nutzt die AWO auch die neuen Medien, um sich darzustellen.

Die hiesige AWO ist aktiv und lebendig; sie zählt im Jahre 2011 385 Mitglieder. Der Mitarbeiterkreis besteht aus 18 ehrenamtlich tätigen Personen.


 

Am 1. April 2011 wird auf der JHV ein neuer Vorstand gewählt

 

Grund: Die bislang 1. Vorsitzende Marlene Kahrmann kandidiert nach 40 Jahren Vorstandstätigkeit nicht mehr; sie ist vom Vorstand bei der JHV einstimmig zur Ehrenvorsitzenden ernannt wurden.

 

Einstimmig wird die langjährige stellvertretende Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Annette Nickel zur 1. Vorsitzenden gewählt.

Der neue Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, sich neuen Herausforderungen zu stellen und ein zeitgemäßes Angebot vorzuhalten; sowie bewährte Aktivitäten weiterzuführen, auszubauen und je nach Bedarf neue zu übernehmen. Schwerpunkte bleiben weiterhin die Senioren-, Familien-, Kinder- und Jugendarbeit sowie soziale Beratungen mit der wichtigen Schuldner- und Insolvenzberatung, - Hilfen für Suchtgefährdete.

So gehören weiterhin zum festen Programm des AWO-Ortsvereins: die beliebten Jahreszeitenfeste, der Neujahrsempfang mit Gästen, das Internet-Cafe`, das Frauen- und auch Männerfrühstück-, das Kuschelkino, die beliebte „adventliche Teestunde“ zu Gunsten des Projektes „Kinder in Not“,die Handarbeits- und Bastelnachmittage, Spielnachmittage, Gymnastik und Gedächtnistraining u.v.a.m.

 

Wichtig sind auch die Klönnachmittage – der Gedankenaustausch unter den Senioren.

Für unsere Kids stehen traditionell auf dem Programm die Osterwanderung mit Überraschungen (seit 2016 in Zusammenarbeit mit der Kurbetriebsgesellschaft und dem KVV),Bastelnachmittage, Aktionen zum Ferienpass, der Laternenumzug zum Martinstag in Zusammenarbeit mit der hiesigen Kita der AWO sowie die Stiefelsuche am Nikolaustag.

Aus dem Fond „Kinder in Not“ werden besondere Fahrten/Aktionen für „bedürftige Kinder“ und deren Eltern angeboten und finanziert.

Bis zum Jahr 2015 organisierte der AWO- OV 15 Jahre lang Abenteuerferien in Fleeth an der Mecklenburger Seenplatte für Kids im Alter von 8 bis 12 Jahren.

Im Rahmen der internationalen Beziehungen hat der AWO-OV Einmaliges geleistet: In der Zeit von 1975 bis 2010 haben 3.919 Jugendliche mit geschulten Betreuern Ferienfreizeiten in der span. Partnerstadt Benicassim verbracht; in der Zeit von 1982 bis 2004 organisierte die hiesige AWO für 1.315 Erwachsene Urlaubsfreizeiten in Benicassim.

Eine Straße „Bad Salzdetfurth“ sowie die Skulptur am“ Haus der Kultur“ (in Benicassim) unter dem Motto „Menschen bewegen sich“, von der hiesigen AWO dort installiert, erfüllen uns mit Stolz.

 

Durch diese Aktivitäten der AWO wurde im Jahre 1986 in Benicassim und 1987 in Bad Salzdetfurth die Städtepartnerschaft offiziell und im feierlichen Rahmen beurkundet.

Eine originale „Salzlore“ von Bad Salzdetfurth, gestiftet vom Bergmannsverein „Glück Auf“, erinnert an einem zentralen Platz von Benicassim an die Feierlichkeiten der Städtepartnerschaft.

Leider lassen sich diese wichtigen AWO- Freizeiten (Non-Stopp-Fahrten mit dem Bus bei 1.950 km) nicht mehr realisieren.

Die Städtepartnerschaft wird dennoch weiterhin durch den Partnerschaftsverein gepflegt. Der AWO-Ortsverein – Mitglied im hiesigen Partnerschaftsverein, bringt sich auch künftig aktiv ein. Ein wesentlicher Erfolg zur Intensivierung der Städtepartnerschaft ist über die Schulen gelungen: Seit 2017 findet ein Schüleraustausch der hiesigen IGS mit dem Gymnasiums Benicassim statt. Die Unterbringung der Schüler erfolgt in den Familien.

In den Jahren 2011/12 fanden im Sozialen Zentrum Deutschkurse für Migrantinnen statt.

Das im Jahre 2013 neu ins Leben gerufene Internationale Frauen-Cafe` für ausländische Mitbürgerinnen sollte seitens der AWO ein weiterer Schritt zur besseren Integration sein. Dieses Projekt wurde leider kaum angenommen und daher ein Jahr später eingestellt.

Bedingt durch eine andere Altersstruktur und ein geändertes Freizeitverhalten wurden die regelmäßigen Tages- und Mehrtagesfahrten eingestellt und durch Halbtagesfahrten u. ä. ersetzt.

Durch Wegzug des Leiters ist unser beliebtes, wöchentliches Internet-Cafe` leider geschlossen. Der Vorstand ist um einen Nachfolger bemüht und unternimmt auch jede Anstrengung, jüngere, ehrenamtliche Mitarbeiter/Innen für die schöne Arbeit mit und am Mitmenschen zu gewinnen; ebenso auch für den wichtigen Partnerbesuchsdienst.

Dennoch ist und bleibt die AWO vor Ort aktiv, sie gibt immer wieder neue Impulse und stellt sich den zeitgemäßen Herausforderungen.

Ein neues Angebot ist seit dem Jahre 2013 der Line-Dance. Eine vorher schon bestandene Gruppe hat sich der AWO angeschlossen, trainiert in zwei Gruppen wöchentlich im Sozialen Zentrum und bereichert mit ihren gekonnten Vorführungen besondere Veranstaltungen der AW0.

Im Jahr 2015 war im Sozialen Zentrum eine weitere Renovierung fällig: altgedientes Mobiliar wurde entsorgt und durch zweckmäßiges, modernes ersetzt. Es wurde zudem, insbesondere auch auf Wunsch und mit Hilfe der Line-Dancer, der alte Teppichboden entfernt und durch einen Laminat-Boden ersetzt.

Das Soziale Zentrum bietet seit dem Jahr 2015 ein Domicil für den Schachclub Bad Salzdetfurth. Hier wird freitags ab 17.30 Uhr Schach mit Jugendlichen und ab 20.00 Uhr mit Erwachsenen gespielt/trainiert.

Seit 2017 finden im Sozialen Zentrum an drei Vormittagen in der Woche für junge, ausländische Flüchtlinge Deutschkurse durch die LEB (ländliche Erwachsenenbildung) in Kooperation mit der AWO, Kreisverband Hildesheim-Alfeld/Leine statt.

An Wahltagen dient das Soziale Zentrum stets als Wahllokal.

Auch für Veranstaltungen mit Besuchern aus den Bad Salzdetfurther Partnerstädten stellt die hiesige AWO die Räumlichkeiten des Sozialen Zentrums gern zur Verfügung.

 

2018: In diesem Jahr hat die hiesige AWO ein besonderes Jubiläum: sie wurde im Jahre 1928, vor 90 Jahren, an der Lamme durch Lina Kaiser gegegründet.

 


 

(Chronik ergänzt und aktualisiert Marlene Kahrmann, im Jan.2018)

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